Instrumentenbasteleien

Instrumente sind vorsichtig zu behandeln und keine Bastelobjekte! Vollkommen richtig. So habe ich meine Klampfen und Co. auch stets gut gepflegt und keine Modifikationen daran getätigt. (Eine kleine Ausnahme war die vollkommen laienhafte Reparatur der Brücke meiner 12-saitigen Akustikgitarre welche sonst ein Totalschaden gewesen wäre.)

Ein bisschen anders gehandhabt habe ich dies allerdings in den letzten Jahren, in denen ich sowohl selbst als auch durch Profis in Form von Instrumentenbauern oder Comic-Zeichnern meine Instrumente habe modifizieren lassen. Ich bin sozusagen etwas mutiger geworden ohne jedoch über die Stränge zu schlagen. Zumindest meiner Meinung nach. Da ich ebenfalls über ein gewisses Sendungsbewusstsein verfüge hatte ich alle Änderungen ohnehin bei Instagram oder Twitter gepostet. Hier aber noch ein paar mehr Worte dazu:

Viola Bass: Umbau auf Fretless

Der größte Eingriff zuerst: Meinen Epiphone Viola Bass habe ich von einem Instrumentenbauer (Kortmann Custom Guitars) zu einem Fretless Bass umbauen lassen. Ich finde es passt einfach herrlich zu diesem Instrument da es ohnehin einer Viola/Bratsche/Geige/Cello/Kontrabass ähnlich kommt welche bekanntermaßen ohne Bünde gespielt werden. Ich entschied mich für schwarze Einlagen damit diese möglichst wenig auffallen. Gleichermaßen erschwert ist dadurch allerdings die saubere Intonation an der ich noch zu arbeiten habe. Passend zum fretless habe ich geschliffene Saiten aufziehen lassen. Somit steht dem schönen Surren eines solchen Fretless Bass nichts mehr im Wege.

Zugegeben, weiße Einlagen wären für mich einfacher (um nicht zu sagen: besser) gewesen. Ich überlege noch, mir irgendwelche kleinen Striche auf die Griffbrettflanke zu malen um zumindest bei einem Blick von oben einen groben Anhaltspunkt zu bekommen.

Comic auf Akustikgitarre

Von der durch mich durchgeführten “Reparatur” meiner 12-Saiter möchte ich hier gar nicht weiter sprechen. Viel mehr von einer deutlichen Aufwertung des Instruments durch Ralph Ruthe, seines Zeichens Witzbildmaler, welcher mir nach seiner Bühnenshow 2017 in Siegen einen gitarre-spielenden Johannes + davor tanzenden Jesus gezeichnet hat. Für mich ein sinnhaftes Bild wenn ich mit diesem Instrument vor allem in unserer Evanglisch-Freikirchlichen Gemeinde in den Kindergottesdiensten spiele – tanzt schließlich Jesus wahrhaftig bei allem Kindergekreische fröhlich mit!

PS: Danke an @ralphruthe, welcher meinen Tweet persönlich retweetet hat, wodurch er eine ordentliche Reichweite bekam. ;)

Paula: Stimmgerät und Schlagbrett

Deutlich weniger spektakulär obgleich für Puristen aus dem Instrumentenbereich vermutlich eher befremdlich sind diese zwei kleinen Änderungen an meiner Epiphone Les Paul Standard Plustop Pro in translucent blue (ja, die heißt wirklich so): Zum einen habe ich ein Stimmgerät in die Paula eingebaut, welche den Tausch eines Volumen-Potis mit sich brachte, da die Achse verlängert wurde um einen kleinen Ring zwischen zu legen, welcher als Ausgabe der Stimmung fungiert. Das Poti ist in einer pull/push Variante ausgeführt – ein Zug schaltet das Stimmgerät an. Unterschiede in der Tonqualität durch den Tausch des Potis konnte ich nicht feststellen. Hätte mich auch gewundert.

Last but not least habe ich das Schlagbrett oder neudeutsch “Pickguard” abgeschraubt. Ich finde sie so optisch einfach ein bisschen hübscher. Etwas doof ist lediglich der zu erkennende Farbunterschied der Decke welche unterhalb des Schlagbretts etwas heller und frischer aussieht. Aber ok, man kann nicht alles haben. Ok ok, nun stellt das natürlich keine wirkliche Modifikation des Instruments dar. Für mich war es zunächst trotzdem neu, an einer Gitarre einfach mal was ab- oder dranzuschrauben.

Ciao.

2 thoughts on “Instrumentenbasteleien

  1. Für den Bass empfehle ich helle punktmarkierungen von oben auf dem Griffbrett und zwar an der Stelle wo vorher der Bund war..
    Am dritten Bund einen Punkt, am 5. Zwei usw…

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