Portable Autofanfare

Was haben eine Weltmeisterschaft und eine Hochzeit gemeinsam? –> Nach wenigen Minuten im Autokorso ist die Stadiontröte leer!

Da ich lautstärketechnisch immer gerne vorne mitspiele, hatte ich in den letzten Jahren die ein oder andere “klassische” Stadiontröte, also eine Hupe, welche mit einer kleinen Druckluftflasche angetrieben wird. Mein Problem dabei war aber stets: Entweder, ich hatte ein paar Minuten großen Spaß und dann war aus, oder ich musste immerzu auf eine gleichmäßige Nutzung achten, damit auch nach 20 Minuten noch Gas vorhanden war. Eine Alternative musste her!

Also habe ich mir eine 2-Klang Auto-Fanfare inkl. Kompressor bei eBay gekauft. Beim Autoschrotthändler gabs für kleines Geld eine alte aber funktionstüchtige Autobatterie. Somit habe ich nun eine schier unendlich trötende Hupe, deren Lautstärke echt überzeugt! 🙂

Hinweis: Diese Art der Autokorsohupe dürfte im regulären Straßenverkehr wohl kaum zugelassen sein. Auch rate ich davon ab, “einfach mal so” an einer Autobatterie herumzubasteln! Vorsicht ist geboten, schließlich ist der potentielle Kurzschlussstrom immens!

Fanfare inkl. Kompressor

Sie soll laut sein! Lauter, als eine normale Autohupe. Es gibt ja diese einfachen Hupen, bei denen der Ton mittels elektrischer Energie erzeugt wird. Ich wollte aber eine Druckluft-Hupe, entsprechend natürlich mit Kompressor.

Fanfare

Beim Kauf der Fanfare habe ich nur auf eine Sache geachtet: Der Kompressor sollte *direkt* mit verbaut und nicht durch zusätzliche Luftschläuche vom eigentlichen Horn getrennt sein. Dadurch ist sie deutlich einfacher zu handhaben, da nur die Stromkabel durch die Gegend baumeln und nicht noch Luftschläuche. Kostenpunkt bei eBay: ca. 25,- €.

Batterie und Relais

Als erstes hatte ich den Kompressor an einen Zigarettenanzünder angeschlossen. Zack. Ich konnte gar nicht so schnell gucken, da war die entsprechende Sicherung auch schon durch. Ein Blick nach Google legte offen: Stromstärke des Kompressors mindestens 15 A. Ok, so viel bietet die Sicherung des Zitarettenanzünders nicht. 😉

Alternative: Eine eigene Batterie. Die gab es für 15,- € beim Schrotthändler.

Kleine Anekdote: Um die Batterien beim Händler zu testen, hatte ich meine (noch nicht getestete) Hupe und ein paar kleine Kabel mit Krokoklemmen dabei. Kurz verkabelt: Nichts. Hm. Nächste Batterie: Wieder nichts. Der Kompressor macht nur kurz “fub”. Komisch. Ich dachte schon, dass der Kompressor defekt sein könnte. Ebenfalls komisch war, dass die Krokoklemmen so warm wurden. Ups! Testweise das Kabel des Kompressors direkt an den Pin der Batterie … LAUT!!! Also: Size matters.

Relais Schalter

Praktischerweise verfügt die Fanfare über ein mitgeliefertes Relais. Sprich: Der Strom, der durch den Schalter (in der Hand des Benutzers) fließt, ist nur sehr gering. Vorausgesetzt, man schließt es richtig an. Aber wer den Schaltplan auf dem Relais nicht interpretieren kann, sollte das sowieso nicht machen.

Praxis

Hier ein Bild von dem Gesamtpaket:

Übersicht

Ok, ich gebe zu: Es ist alles andere als handlich und leicht. 🙂 Die Batterie wiegt echt ordentlich was. Klasse ist hingegen der handliche Schalter. Bei dem letzten Public-Viewing hatte ich Batterie und Hupe im Rucksack auf dem Boden stehen gelassen und lediglich den Auslöser in der Hand gehabt. Hehe. Die Lautstärke tutet so ziemlich alles andere in der Umgebung weg – und keiner konnte direkt erkennen, wo es herkam. Sehr cool. 😉

To Do

  • Remotecontrol: Hupe per Bluetooth/App vom Smartphone aus steuern. Dann kann sie etwas weiter entfernt stehen (falls man das braucht).
  • Magnetfuß zum Anbringen auf dem Autodach. Aktuell muss der Beifahrer immer die Fanfare aus dem Auto raus halten.
  • Batterie laden? Bzw. Batterie erhalten? Ich habe bis jetzt noch nicht gemessen, was die Batterie an Ladung hat, noch weiß ich, wie man sie laden müssten, bzw., ob sie nach ein paar Jahren kaputt geht, wenn sie immer nur so kurz verwendet wird. Weiß da jemand spontan etwas drüber?

So: Viel Spaß beim Basteln. Und natürlich beim Tröten auf der WM und allen kommenden Hochzeiten! 🙂

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